Blocher schlagen

Diese Woche beginnt der Wahlkampf 2015. Dass man auch einen Spitzenkandidaten und ein Politik-Urgestein wie einen Christoph Blocher, Bundesrat a.D. schlagen kann, zeigt Nationalrätin Natalie Rickli in Zürich. Hier meine Tips wie Sie es auch packen.

Die Chance sich den Weg ins Parlament frei zu machen, beginnt nun wieder von neuem und es ist besser jetzt zu starten als morgen. Und ja, der Weg führt über eine eigene Community! Ein Netzwerk das einem trägt, das unterstützt und den Wahlkampf auf viele Schultern verteilt. Ganz ohne Inhalt geht es nicht, klar! Dennoch gilt es jetzt die Community aufzubauen um diese anschliessend aktivieren zu können. Hier meine 11 Tipps wie es funktioniert:

1.) Community Aufbau
Es gilt früh und sorgfältig ein Netzwerk aufzubauen, welches regelmässig informiert und motiviert wird um bei Aktionen und Aktivitäten mitzumachen. Diese Basis wird mit der Zeit eine eigene Dynamik erlangen und mithelfen, über den viralen Effekt, seine Positionen zu vertreten und bekannt  zu machen. Auf Grund der Verbreitung und Einfachheit empfehle ich hier Facebook als Plattform zu wählen – jedoch gilt es von beginn weg zu unterscheiden zwischen Privat und Politik (siehe Artikel). Social Medias lassen sich ideal mit der eigenen Webseite verbinden, respektive diese einzubinden. Darüber hinaus können Kampagnen (siehe Punkt 2) über Gruppen lanciert werden und unterstützt werden.

2.) 2-3 Sach- & Themen-Kampagnen bis Sommer 2015
Am Beispiel von Natalie Rickli zeigt es sich, dass es durch Sachpolitik auch möglich ist Wähler ausserhalb der eigenen Partei abzugrasen. „BYE BYE BILLAG“ war eine Kampagne welche Natalie Rickli lanciert, geschickt mit Social Media und Internet pusht und dadurch nationale Aufmerksamkeit generiert. Sie setzte sich für die Wähler ein, als Volksvertreterin und zog in den Kampf gegen die Billag, herrliche Story – gute Kampagne. Der Lohn? Das Wahlresultat.

Wie eine Kampagne aufzubauen ist, mit wenig Geld aber grosser Wirkung sagt uns der ex-Greenpeace’ler Peter Metzinger in seinem Buch: Business Campaigning: Strategien für turbulente Märkte, knappe Budgets und große Wirkungen (Affiliate Link).

3.) Webpräsenz
Neben den Social Medias (Twitter & Facebook reichen zurzeit), gilt es auch eine eigene Webpräsenz zu haben. Hier können längere Statements, Fachinputs und links zu einem Presseclipping abgelegt werden. Präsentationen und Vorträge via Slideshare oder YouTube eingebunden werden. Bei Facebook und Twitter können dann diese Inhalte diskutiert und kommuniziert werden, aber mit direktem Link zur eigenen Webseite – nicht zu direkt zu YouTube. Denn so bringt man den Traffic auf die eigene Seite und so lassen sich hier auch die eigenen Botschaften wunderbar festhalten. Übrigens 72% der Internetnutzer im Alter zwischen 15-29 pflegen ein Profil in einem sozialen Netzwerk. Die 15 Jährigen sind 2015 übrigens 19 Jahre alt und Stimmberechtigt…

4.) Wahl der Partei
Wer sich nicht schon entschieden hat, für den wird es spätestens jetzt Zeit. Diskutieren und/oder Begründen Sie dies offen gegenüber Ihrer Community. Ob eine grosse Partei mit vielen Stammwählern oder eine andere gilt es abzuwägen. Wichtig ist es, dass man sich und seine Themen einbringen kann. Vorzugsweise bei einer etablierten Partei und zwingend ist auf der Hauptliste zu sein. Junge Dingsbums oder Untergruppen bringen nix, ausser Frust.

5.) Profil auf smartvote & co
5.1 Millionen Schweizer sind Online, nur 1.4 Millionen sind entweder unter 15 Jahre oder wirklich Internet abstinent. Soll es geben. Die Nutzung des Internets nimmt massiv zu, in der Dauer der Zeit wie auch in Prozent. Entsprechend ist es absehbar, dass Hilfsdienste wie smartvote oder Angebote von Gratiszeitungen in den kommenden Jahren noch wichtiger werden. Ich persönlich nehme mich hier als Beispiel. Ob schon ich eine klare Meinung habe welche Parteien wählbar sind und welche nicht – so kenne ich die Kandidaten und Ihre Meinungen in meinem Wohnkanton nicht. Dank Smartvote kriege ich eine Auswahl jener Politiker welche geordnet nach Prozenten am besten passen. Ich habe die Tops von der Liste aus 4 verschiedenen Parteien übernommen und noch ein, zwei Kandidaten dazu genommen welche auf Grund spezieller Themen oder Parteizugehörigkeit wählbar waren.

Für Kandidaten wird es aber sicherlich auch wichtiger in Blogs und Plattformen wie zum Beispiel http://www.politnetz.ch Ihren digitalen Fussabdruck zu hinterlassen. Diskutieren Sie mit Ihrer Community wie und wo sie sich informieren.

6.) klassischer Wahlkampf
Man kann seinen Wahlkampf nicht alleine ins Internet verlagern. Podiumsdiskussionen, Strassen-Wahlkampf, Mailings gilt es nach wie vor einzusetzen.

Tun Sie mir aber einen Gefallen, verzichten Sie auf SPAM. Sowohl elektronisch, wie auch am Strassenrand. Sie erreichen damit nichts und gefährden Autofahrer im Strassenverkehr. Sollte das Budget reichen, setzen Sie Aussenwerbung ein – aber mit bedacht und über APG oder Clearchannel.

7.) Feedback
Höre ich am Tag nach der Abwahl einen Zuger ex-Ständerat sagen: Ich werde weiter politisieren, jetzt wieder vermehrt an der Basis – so ist mir klar weshalb er abgewählt wurde. Es scheint als ob er den Draht zur Basis verloren hat. Was beschäftigt seine Wähler und welche Probleme und Interessen soll der Volksvertreter in Bern verteidigen? Nur der Dialog On- & Offline liefert da die Antworten. Nehmen Sie Feedback auf, haben Sie ein Ohr für Ihre Community.

8.) PR ist die beste Werbung
Auch in den Zeiten wo die Medienlandschaft sich verändert (Radio Nutzung -11% zwischen 2004-2009, Zeitung +/-0% vs. Internet +19%) gilt es hier präsent zu sein. Idealerweise nicht durch Skandale, sondern durch Kompetenz zu überzeugen. Werden Schritt 1-7 richtig angepackt, insbesondere Punkt 2, so kommt die Präsenz nahezu von selbst. Ein entsprechendes Medien-Training und -Coaching hilft dann das Maximum herauszuholen und sich im besten Licht zu präsentieren. Meiner Meinung nach unerlässlich. Wer es wirklich ernst meint, bereitet sich auf den Umgang mit Medien professionell vor.

9.) Unterstützungskomitee
„ich wähle x, weil y“ – Bekannte Persönlichkeiten die sich klar für einen Kandidaten bekennen wirken sehr glaubwürdig. Sogenannte Testimonials geben Ihren Namen für einen Kandidaten und dessen Kampagne. Dies wirkt wie eine Art Prüfsiegel. Stellen Sie ein möglichst prominentes Unterstützungskomitee zusammen das auch zu Ihrem Profil passt. Diese Art des Beitrages kann Ihnen eine zusätzliche Legitimation geben. Schauen Sie sich in Ihrer Community ebenfalls regelmässig um.

10.) Zeit und Ausdauer
Heut beginnt das morgen. Auch wenn es noch fast vier Jahre geht bis zur Wahl 2015, den Aufbau eines Kandidaten, insbesondere eines Kandidaten mit guten Wahlchancen bedarf seiner Zeit. Daher gilt es jetzt zu starten. Jetzt das Profil und Konzept festzulegen, dies laufend der Aktualität anzupassen wo notwendig und mit langem Atem den Wahlkampf in Angriff zu nehmen.

11.) Wahlkampfstab

Alleine kann man einen Kampf gewinnen, aber Kriege und Schlachten gewinnt man nur im Team. Davon bin ich überzeugt. Was zu beginn noch nach locker aussieht, wird am Ende knall hart. Auf der Zielgerade wird es immer intensiver und härter da braucht es einen Wahlkampfstab der einem motiviert und unterstützt. Aber auch zuvor braucht es ein gutes Team. Dieses Team kann zur Umfeld- und Mitbewerber-Beobachtung eingesetzt werden um die eigenen Argumente zu testen und zu optimieren, respektive die Argumente der Mitbewerber zu kennen. Darüber hinaus kann der Wahlkampfstab auch viele Administrative und Organisatorische Arbeiten, ja gar das Fundraising für die Kampagne organisieren und begleiten.

Zahlen zur Internetnutzung in diesem Blogeintrag entstammen der Quelle und Feder von namics.

Sollte sich jemand von diesen Gedanken inspiriert fühlen und seine Erfahrungen austauschen würd ich mich sehr freuen. Bin gespannt zu erfahren wie andere dazu stehen.

7 Kommentare
  1. Nice color choice on the blog. It is really easy on my eyes and I have bad eyes too so that’s a really big compliment lol

    • Elouise sagte:

      I was really cfonuesd, and this answered all my questions.

  2. Marilee sagte:

    Haha, shouldn’t you be charging for that kind of konweldge?!

  3. I found your website perfect for my needs. It helped me, and I’ll certainly start a community what you’re recommendation as a longterm marketing tool. You have something good going here, keep it up!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: