Make or hook

Oft kommt die Frage auf – Make or Buy. Gründen wir eine Community oder Kaufen wir uns ein. Hier beginnt für mich schon das Hauptproblem. Make or Hook, sollte die Frage lauten. Sprich gründen wir eine eigene Community auf einer Plattform von uns oder hängen wir uns einer existierenden Plattform an. Make oder hook ist daher die entscheidende Frage – welche von Fall zu Fall entschieden werden muss.

Im folgenden Artikel möchte ich zwei Communites aus der Luftfahrt beleuchten, dies deshalb weil es reale und plastische Beispiele sind, welche sich zwar nicht direkt an andere Unternehmen, sondern an Menschen richten. Die Unternehmen sind Lufthansa und SAS.

SAS und die LGBT Community

Ich erinnere mich sinngemäss an die Worte von Lufthansa: „Wir wollen uns darauf konzentrieren, anderen Lufthansa-Kunden eine Plattform zu bieten, um ihre Gedanken über die besten Reiseziele mit anderen auszutauschen.“ Auf den ersten Blick, toll. Jeder kann sich vorstellen dass dies für Vielflieger und andere einen Mehrwert liefert. Tipps von Insidern ist Mehrwert. Jedoch wird dies nicht wirklich funktionieren, weil die Masse der Tipps fehlen wird. Es besteht bereits ein grosser Kampf um die Gunst und Aufmerksamkeit der Reisenden mit einer Vielzahl von Reiseportal(-en) (Ungefähr 1,640,000 Ergebnisse (0.26 Sekunden) bei Google) oder Reiseplattform(-en) (Ungefähr 40’400 Ergebnisse(0.20 Sekunden)bei Google). Respektive ein Angebot wo jetzt auch Google langsam einsteigt mit dem neusten Tool „Google Hotel Finder“.

Auf der anderen Seite eine Airline, welche nicht viel anderes anbietet als von A nach B zu kommen die SAS. Die Scandinavian Airlines (SAS). Hier haben sich die Marketers überlegt, dass gerade eine bestimmte Zielgruppe sich für die nordischen Länder interessierten könnte, welche von Haus aus als Reisefreudig gilt. Dies sind die LGBT’s – die Lesben, Schwulen (Gay), Bi- und Transsexuellen Menschen. Eine Zielgruppe welche obendrein als sehr finanzkräftig und ausgabenfreudig gilt. Dennoch unterliegt diese Gruppe der Menschen einer gewissen Ausgrenzung. Dies führt dazu, dass viele Ihre Neigungen nicht öffentlich zur Schau stellen wollen und daher sich unter ihresgleichen austauschen wollen. Hier setzt die SAS an. Sie hängen sich in die Szene dezent ein und setzen besonders auf Social Media Instrumente um in der Community der LGBT’s eine enge Bindung zu erzielen. So trugen Mitarbeiter, welche selber in der Szene verkehren Empfehlungen und Tipps zusammen zum Nachleben oder entsprechenden Lokalen in Kopenhagen, Oslo, Helsinki und Stockholm. Desweitern wurden Angebote mit Anbietern von Reiseführern oder Verlagen abgeschlossen und ein laufend aktualisierter Veranstaltungskalender pro Destination entwickelt. SAS ist damit in einer Nische präsent welche viele Vernachlässigen und bietet einen Mehrwert der genutzt wird, sowie auf die Zielgruppe abgestimmt ist.

 

Es erstaunt daher nicht, ist die SAS stolzes Mitglied er IGLTA (The International Gay and Lesbian Travel Association). SAS ist in der Community aktiv – ohne die Regeln der Community zu verletzen. Vielmehr setz man sich mit dem Thema aktiv und tolerant auseinander und überzeugt durch Mehrwert. Ich bin überzeugt die Community weiss es zu schätzen und wird die SAS der Lufthansa vorziehen.

Fazit: Der Versuch von Lufthansa ist lobenswert und gut gemeint um die nächste Generation der Frequent Traveler anzusprechen. Indes ist es aber so, dass wir bereits genug Soziale Netzwerke haben – wir brauchen nichts neues was nicht mehr kann. Daher der Tip für Eure Community: Geht angeln, wo die Fische sind. Setzt den hook (haken) richtig ein.

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