Kommunikatives Versagen einzelner Finanzinstitute

Nur wenige Tage nach dem Artikel zum „Social Media Fiasko der Deutschen Bank“, lässt mir das Thema keine Ruhe. Klar weiss ich wie solche Dinge zustande kommen, gute Ideen von PR-, Compliance- & Rechtsabteilungen geschliffen werden und zur Unkenntlichkeit verwüstet werden. Dennoch Frage ich mich, was lernen wir daraus für jene Unternehmen, welche sich diesem Diktat entziehen wollen, können? Was gilt es auch im B2B Dialog zu berücksichtigen?

Gerne ziehe ich hier ein noch nicht gänzlich anerkanntes Standardwerk (kommt noch) zu Hilfe: Das Cluetrain Manifest. 95 Thesen für die neue Unternehmenskultur im digitalen Zeitalter. ((Affiliate Link)). Hier gibt es einige bemerkenswerte Thesen, welche genau auf diese Situation passen. These 91, 69 & 8 …

1.) These 91 – Unser Treue-Eid gilt uns selbst, unseren Freunden, unseren neuen Verbündeten und Bekannten, ja auch denen, die mit uns streiten. Unternehmen, die an dieser Welt nicht teilnehmen, werden auch keine Zukunft haben.
Unternehmen denen der Ertrag, den kurzfristigen Profit und nicht die nachhaltige Beziehung zum Kunden wichtig ist, werden in der Zukunft leiden. Beispiele wie AWD, Nokia oder Wegelin zeigen dies eindrücklich. Von der Tradition abgewichen und auf Shareholder-Value getrimmt geht es nach kurzen Erfolgen rasant den Berg runter.

2.) These 69 – Vielleicht beeindruckt ihr Investoren. Vielleicht beeindruckt ihr die Wall Street. Uns beeindruckt ihr nicht.
Es geht mir nicht darum der Occupy Bewegung Wasser auf die Mühlen zu giessen. Es zeigt sich aber, dass Eigenkapitalrenditen von 25% und mehr, auch entsprechende Risiken mit sich bringen. Ist man aber bereit, dem Kunden ein schlummerndes Bedürfnis zu befriedigen – Beispiel Apple mit dem iPhone, iPad oder iPod usw. – dann wird einem gegeben und ein Preis bezahlt der deutlich über dem Wert der Einzelteile liegt. Auch für solche neuen Produkte gibt es ein Risiko. Das Risiko des Scheiterns. Nimmt man aber den Mensch und dessen Bedürfnisse war, kann man das Risiko minimieren.

3.) These 8 – Sowohl in intervernetzten Märkten als auch in intravernetzten Unternehmen sprechen Menschen miteinander auf eine machtvolle neue Art.
Was im Dialog und Austausch entsteht ist nachhaltiger. Über welche Kanäle und Instrumente auch immer, dass Gespräch ist der Beginn. Gerade auch in B2B Kommunikation gilt es Dialoge sinnvoll zu nutzen. Online wie Offline ist dabei kein Unterschied. Ob am Rande einer Konferenz, Anlasses oder via Twitter. Wenn man sich dem Gespräch stellt, zuhört und austauscht, kommt man gemeinsam weiter. Auf eine machtvolle Art.

Die Macht liegt bei Ihnen, nutzen wir Sie. Jeder auf die Art die im am besten liegt, aber lassen wir uns dort nicht von Beratern aus der PR/Compliance-Ecke zu stark bremsen. Liegt uns ein Kanal oder Instrument nicht, lassen wir es lieber sein, anstelle einen schlechten Kompromiss einzugehen.

Gespannt warte ich nun auf die nächste Ausgabe der T3N. Lothar Lochmaier (der mich auf das Viedo aufmerksam machte) wird in der kommenden Ausgabe (Verkaufsstart Mi., 29.02.2012) der Fachzeitschrift T3N einen Leitartikel veröffentlichen, zum Thema: Wie viel Social Media braucht und verträgt die Bank (der Zukunft).

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